Empordà
Castillio Perelada
Die Region trägt seit 2007 den Namen Empordà. Die Bekanntheit bescherte der D.O. der Zusatz Costa Brava, gleichzeitig war er allerdings eine Geisel. Es wurde nur der Tourismus und die dafür geeigneten Weine gesehen. Inzwischen legen einige Kellereien grossen Wert auf Qualität und wollen ihre Region nicht nur unter dem Apsekt Urlaub zusammenfassen. Deshalb wurde der Zusatz Costa Brava aus dem D.O. Namen entfernt. Die Anbauflächen gingen früher tatsächlich bis zum Meer. Dies ist der Bebauung zum Opfer gefallen. Die Erschließung des ganzen Küstenstreifens hat keinen Platz für Reben gelassen. Es wird jetzt wieder direkt an der Küste angebaut und zwar an steilen, schlecht zugänglichen Bereichen.
Insgesamt befinden sich die Weinberge an den Ausläufern der Pyrenäen. Sie befinden sich auf einer Höhe zwischen 100 und 200 m. Die Temperaturen sind kühler als im südlicheren Katalonien und gemäßigt. Es gibt durch die Meeresnähe keine extremen Schwankungen. Die Böden gehen von Ton, über Sand, bis Schiefer. Die Rebflächen sind guten Teils in Buschform angelegt.
L’Empordà ist eine überschaubare Region mit kleinen, gut erhaltenen Dörfern. Ein Grossteil der Rebflächen befindet sich zwischen den Städten Garriguella und Espolla. Die geringe Entfernung vom Meer zu den Pyrenäen ist landschaftlich ein Erlebnis. Wir waren im Januar in Ampordán. Da die Schneefälle in den letzten Wochen ausgiebig waren, sind die Berge verschneit. Die Sonne scheint und die Luft ist kalt. Der dominante Wind La Tramontana unterstützt das Abtrocknen der Reben nach einem Regen. Das ist ein grosser Vorteil für die Gesundheit der Trauben und Reben. Bei der Blüte kann der Wind dann wieder von Nachteil sein. Die Niederschläge sind mit 600 mm pro Jahr über dem Durchschnitt in Spanien. Trotzdem fallen sie so ungleichmässig aus, dass viel unterstützend bewässert wird.
